Innenrenovierung 2009

Schon seit Jahren stellte sich die Kirchengemeinde darauf ein, eine Innenrenovierung der Peterskirche durchzuführen. Bereits Ende der 90er Jahre wurden Erhebungen angestellt, was zu renovieren sei - die Heizung stand schon damals auf dem Plan - und wie viel das kosten könnte. Zugleich begann die Kirchengemeinde für dieses Vorhaben Mittel anzusparen.

2006 fasste der Kirchengemeinderat den Beschluss, die Renovierung anzugehen. Erste Schätzungen des Baureferats beim Evangelischen Oberkirchenrat beliefen sich auf ca. 290.000 € - deutlich mehr, als wir erwartet hatten. Dennoch beschloss der Kirchengemeinderat eine Renovierung im entsprechenden Umfang. Mit der Planung beauftragt wurde Architekt Andreas Kiefner aus Maulbronn.

 

Nachdem bei einem Mitarbeiterabend Anfang 2008 noch einmal Wünsche für die Renovierung erhoben wurden und ausgerechnet die aus finanziellen Erwägungen nicht vorgesehene Einrichtung einer Toilette am häufigsten genannt wurde, und als bald darauf die Berechnungen des Architekten eine deutlich niedrigere Summe ergaben als veranschlagt, fasste der Kirchengemeinderat den Beschluss, nun doch eine Toilette in der Kirchengade einzurichten und dazu Wasser in die Kirchenburg legen zu lassen.

 

Letzteres erfolgte sinnvollerweise im Zuge der Erneuerung der Kirchenburggasse.

Die Renovierung konnte dann im Juni 2009 beginnen.

Zunächst war die Kirche auszuräumen, die Bänke waren auszulagern, das Kruzifix sicher aufzubewahren, die Orgel fachgerecht einzupacken, Kanzel und Altar zu verpacken, schließlich eine Staubwand zwischen Chor und Schiff einzuziehen. Bei diesen Aufgaben waren Helfer auf der Baustelle sehr gefragt, ebenso bei der anschließenden Entfernung des Plattenbodens, später auch des Holzbodens im Schiff.

 

 

 

Nun konnten im Sommer die Restauratoren ans Werk gehen und auch die Elektriker, die sämtliche Leitungen durch neue ersetzen mussten. Die Maurer- und Gipserarbeiten standen an, die Entscheidung über die Übertragungsanlage war zu treffen, die Kirchenfenster waren abzudichten, der neue Sandsteinboden war zu verlegen, neue Stufen und Podeste an den Türen einzusetzen, Decke und Wände zu streichen und die Bänke zu überarbeiten, der neue Holzboden einzubauen und der alte auf der Empore abzuschleifen, die Bankheizkörper waren anzubringen und die Bänke zu befestigen. Schließlich war die Orgel wieder auszupacken, eine Putzaktion durchzuführen, die Anlage zu installieren und die Beleuchtungskörper sowie das Steuerpult anzuschließen.

 

Denn am 3. Advent sollte die Einweihung stattfinden, damit wir Weihnachten in der Kirche feiern können. In einer Feierstunde nach dem Festgottesdienst erläutert Architekt Andreas Kiefner in einer Präsentation Ziele und Gang der Renovierung. Für die Landeskirche und den Kirchenbezirk, ohne deren Zuschüsse die Renovierung nicht zu finanzieren gewesen wäre, überbringt Dekan Ulf van Luijk Grüße und gute Wünsche.

 

 

Renovierung 2010

Was noch ausstand bei der Wiedereinweihung waren zum einen ein Vordach über der Sakristeitür, zum andern die Einrichtung einer Toilette in der Kirchengade. Dafür musste der Boden, die Kellerdecke, abgesenkt werden, um die nötige Raumhöhe zu schaffen, sollte doch eine behindertengerechte Toilette gebaut werden. Nachdem auch der Anschluss an den Abwasserkanal in der Bädergasse fertiggestellt war, konnte die Toilette im Spätsommer endlich auch benutzt werden. Manche konnten es kaum erwarten...

 

Rechtzeitig zu den Weihnachts-Gaden sind auch neue Kirchenbankpolster angeschafft worden. Nun fehlen nur noch die passenden Stühle dazu.